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Am 10. Oktober 2010 zogen die Oberbürgermeisterin und das Architekturbüro eine Zwischenbilanz zur Schlosssanierung. Im Beisein hochrangiger Gäste der Landesregierung wurde der Presse und den Gemeinderatsmitgliedern die Bauzeitverzögerung von voraussichtlich einem Jahr ohne Vorwarnung eröffnet.
Im Nachhinein kommt es mir so vor, als hätte man den Rahmen dieser Veranstaltung benutzt, um Gemeinderat und Öffentlichkeit schlechte Nachrichten „schonend“ beizubringen und von Seiten der Landesregierung öffentlich die Förderzusage zu erhalten. Die Gründe der Verzögerung: Verspäteter Baubeginn, größere Schäden als erwartet, Dekontamination, lägen bei solch einem Projekt erwartungsgemäß im Bereich des „Unvorhergesehenen“ und es müsse schon heute die Arbeitszeit mit Faktor 4 multipliziert werden. Dabei gab es eine teure Voruntersuchung.
FE hätte sich eine frühe und ehrliche Sachinformation gewünscht. Zumal die Nachfragen aus dem Rat nach der Einhaltung des Zeitrahmens und des Budgets von der Verwaltung stets positiv beantwortet wurden.
Erstaunt bin ich über die Ansicht einzelner Gemeinderäte, „man habe Zuschüsse verschenkt“. Mehr Zuschüsse bedeuten auch mehr Eigenanteil, der durch Kredite finanziert und dessen Tilgung und Zinszahlung in den kommenden Jahren aus dem Haushalt geleistet werden müssen. Es gibt nicht wenige Kommunen in denen Bauruinen stehen, weil der finanzielle Eigenanteil trotz Zuschüssen und Fördergeldern nicht mehr geleistet werden konnte. Die Entscheidung des Gemeinderats war nicht mutlos, sondern war getragen von Respekt und Verantwortung vor den auszugebenden Steuergeldern. FE hofft, dass es nicht noch ein dickes (weil teures) Ende zum Schluss gibt.
Stadträtin Sibylle Kölper für die FE-Fraktion
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