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Dienstag, den 15. November 2011 um 10:46 Uhr |
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Die Wellen um die beabsichtigte Anmietung von Räumen durch die Pius-Bruderschaft in Ettlingen-West schlagen hoch.
Kein Wunder, unverständliche Äußerungen von Spitzenmitgliedern dieser Organisation zum Holocaust lassen den Eindruck entstehen, bei dieser Fraktion der katholischen Kirche handele es sich um eine rechtskonservative, antisemitische Gruppierung. Hinzu kommt: Ettlingen-West ist sicherlich kein guter Standort für einen Kirchenraum der Pius-Bruderschaft. In Ettlingen-West leben zahlreiche Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft. Ein Standort einer zumindest teilweise polarisierenden religiösen Gemeinschaft hat ein Potential für Provokationen.
Gleichwohl: wir sind stolz darauf in Deutschland in einem Rechtsstaat zu leben. Extremistische Äußerungen einzelner Mitglieder einer Gruppe sollten nicht dazu führen, eine gesamte Gruppe auszugrenzen. Wir reden oft über Toleranz und die sachliche Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. Auch wenn es uns schwer fällt, sollten wir von diesen Grundsätzen auch im vorliegenden Fall nicht abrücken. Ungeachtet dessen dürfen wir uns mit rechtsstaatlichen Mitteln bemühen, die Gruppe zu überzeugen, dass der von ihr gewählte Standort nicht optimal ist. Daran werden wir von FE mitarbeiten.
Heinz-Jürgen Deckers, Fraktionsvorsitzender
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