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Dienstag, den 14. Februar 2012 um 10:01 Uhr |
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Der Unmut der Senioren über die Kopfsteinpflaster in der Innenstadt ist verständlich. Wie mühsam es ist, sich durch die Fußgängerzone zu bewegen, wenn man auf Gehhilfen angewiesen ist, muss meine Mutter an eigenem Leibe feststellen, die auf Rollator und Rollstuhl angewiesen ist.
In einer Altstadt, die ihren Charakter unter anderem auch aus der Pflasterung gewinnt, ist es schwierig, einen Ausgleich zu finden zwischen den Bedürfnissen gehbeeinträchtigter Menschen und den Besonderheiten einer historischen Altstadt. Dafür hat Ettlingen aber eigentlich vorgesorgt: mit ebenen Randstreifen der Kopfstein-gepflasterten Gassen in der Innenstadt. Nur leider können sie in vielen Bereichen nicht genutzt werden, weil Kleiderständer oder Werbeaufsteller den Weg versperren. Natürlich habe ich volles Verständnis für die Geschäftsleute, die ihre Waren anpreisen wollen. Aber ist es wirklich die einzige Lösung, die Wege mit hunderttausenden von Euros umzubauen, um eine stolperfreie Fortbewegung zu ermöglichen? Könnten sich nicht vielleicht in so einer kleinen Gemeinde wie der unsrigen die Betroffenen zusammensetzen und eine intelligente Lösung finden, die allen gerecht wird?
Ich glaube, in Zeiten knapper Mittel, wenn sogar darüber nachgedacht werden muss, welche Sanierungsmaßnahmen wir uns für unsere Schulen leisten können, sollten alle Bürger solidarisch zusammenstehen und überlegen, wie sie gemeinsam Hürden beseitigen können.
Dr. Ulrich Eimer für FE
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