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Bundeskanzler Kohl und der Jugendgemeinderat

Letzten Freitag verstarb Altbundeskanzler Helmut Kohl. Helmut Kohl wird in die Geschichte Deutschlands und Europas als Kanzler eingehen, der epochale Umwälzungen - die Deutsche Einheit - bei zeitgleichem Zerfall des Warschauer Paktes friedlich bewerkstelligte. Vielen ist dieses Ereignis von vor 27 Jahren leider immer weniger präsent.
Ich erinnere mich noch gut an eine Univorlesung 1982, als sich ein Professor über den neu gewählten "provinziellen" Bundeskanzler Kohl belustigte. Neben mir saß eine Kommilitonin, die sich darüber echauffierte, weil sie mit Kohls älterem Sohn Abi machte und Helmut Kohl als Privatmann kannte.

Kohl lebte als Mensch zu 100% für die Politik. Er vollbrachte Großes, was wir vielleicht erst in der nächsten Generation vollständig einordnen können. Er irrte und machte Fehler, wie alle Menschen. Nur wer nichts wagt, macht auch keine Fehler. Diejenigen, die sich über Kohl heute amüsierten, werden morgen vergessen sein, Kohl steht in den Geschichtsbüchern – positiv, für Deutschland und Europa.

Kohl fing vor dem Abi an, sich politisch für das Gemeinwesen zu engagieren. Frische Gedanken, Widerspruch gegen alte Strukturen; alles friedlich im Rahmen der demokratischen Spielregeln. Das soll dem Jugendgemeinderat grundsätzlich Ansporn sein.

Auch wenn die meisten scheitern, am Ende gewinnt die Ge-meinschaft. Jeder, der sich nach demokratischen Spielregeln engagiert, egal für welche demokratischen Ziele, er soll den Dank der Gemeinschaft bekommen.

Herbert Rebmann, Stadtrat

Über den Autor
Herbert Rebmann
Autor: Herbert Rebmann
Geb. 1961, 3 Kinder, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender von FE. Von 2004 bis 2009 Mitglied des Gemeinderates und des Kreistages, seit 2016 wieder Mitglied des Gemeinderates. "Ich möchte konsequent Unternehmen mit sicheren Arbeitsplätzen ansiedeln, um weiter in Krippen, Kindergärten und Schulen für unsere Kinder investieren zu können. Deshalb dürfen wir unsere knappen Gewerbegrundstücke nur an Betriebe vergeben, die dauerhaft neue Arbeitsplätze in Ettlingen schaffen."