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Wenig Geld für viel Renommee

Nahezu 30 Jahre gibt es den Wettbewerb für Junge Pianisten in Ettlingen: Alle zwei Jahre stellen sich die besten Nachwuchspianisten der Welt dem Urteil der hochkarätigen Juroren. Einer der wohl derzeit weltbesten Pianisten, Lang Lang, oder die französische Starpianistin Lise de la Salle, um nur zwei zu nennen, sind aus dem Ettlinger Wettbewerb hervor gegangen. Wegen des Wettbewerbes hat Ettlingen weltweit in Kulturkreisen einen hervorragenden Ruf.

Von Anfang an hat die Sparkasse Ettlingen, jetzt Karlsruhe, den Wettbewerb finanziell getragen und personell unterstützt. Im Zeichen der Niedrigzinspolitik der EZB muss gespart werden. Der finanzielle Zuschuss soll gleich bleiben, die personelle Unterstützung wird gestrichen.

Da muss nun die Stadt Ettlingen einspringen, sollten keine neuen Sponsoren gefunden werden. Es dreht sich um rund 36.000 Euro. Angesichts der Bedeutung und des Renommees des Wettbewerbes ein geringer Betrag, zumal er überwiegend durch sogenannte innere Verrechnungen zustande kommt. Die Mitarbeiter sind vorhanden, die Aufgaben etwas verschoben. Aber ein Mehraufwand ist da und der sollte angesichts der Bedeutung akzeptiert werden.

Der Gemeinderat hat die 36.150 Euro Mehrkosten gebilligt. Zu Recht, denn günstiger kann Ettlingen an weltweites Ansehen nicht kommen. Und vor allem sind aus dem Wettbewerb mit den vielen Gastfamilien und den jungen Pianisten enge Kontakte entstanden, die auch nach vielen Jahren oft noch bestehen. Das ist mit Geld nicht zu bewerten.

Paul Schreiber, FE-Vorsitzender

Über den Autor
Paul Schreiber
Autor: Paul Schreiber
Zur Person: In Ettlingen geborener „Dohlenaze“, verheiratet, ein erwachsener Sohn, Steuerberater, Vorsitzender von FE, Wohnort Ettlingen. "Ich finde, dass eine solide finanzielle Grundlage die Voraussetzung für die Stadt Ettlingen ist, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Ettlingen ist es wert, sich einzusetzen."