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Artenschutz – und was wir tun können

Im März hatte sich der Gemeinderat für die Klage gegen Windkraftgebiete am Kreuzelberg ausgesprochen. Mir persönlich ist das aus Gründen des Artenschutzes wichtig.

Artenschutz ist aber viel mehr, als nur den Rotmilan zu schützen. Artenschutz führt zu Biodiversität, der Basis des menschlichen Lebens. Unser aller Eingriff in die Natur ist mit oft negativen Auswirkungen an unvermuteten Stellen verbunden. Durch Einsatz von Chemie werden "störende" Insekten und Pflanzen beseitigt. Die Pflanzenblüte basiert auf Bestäubung – einen kleinen Teil übernehmen Honigbienen, den größten Teil die "wilden"Insekten, durch die wir uns "belästigt" fühlen und sie wegspritzen. Seit 1990 gingen 75% der Fluginsekten verloren. Damit geht nicht nur die Nahrung der Vögel zur Neige, viele, auch Früchte tragende Pflanzen werden verschwinden.

Wir müssen akzeptieren, weniger ist oftmals mehr! Alles hängt mit Allem zusammen. Das Aussterben einer Art bemerken wir oft nicht; unser Leben geht scheinbar einfach so weiter. Wenn wir so weitermachen, verlieren wir zentrale Bausteine unseres Lebens, die Betroffenheit wird groß sein!

In der nächsten Gemeinderatssitzung stellen wir einen Antrag, der sich mit dem Thema in unserer Stadt beschäftigt.

Herbert Rebmann, Stadtrat, FE & FW - Fraktion

Über den Autor
Herbert Rebmann
Autor: Herbert Rebmann
Geb. 1961, 3 Kinder, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender von FE. Von 2004 bis 2009 Mitglied des Gemeinderates und des Kreistages, seit 2016 wieder Mitglied des Gemeinderates. "Ich möchte konsequent Unternehmen mit sicheren Arbeitsplätzen ansiedeln, um weiter in Krippen, Kindergärten und Schulen für unsere Kinder investieren zu können. Deshalb dürfen wir unsere knappen Gewerbegrundstücke nur an Betriebe vergeben, die dauerhaft neue Arbeitsplätze in Ettlingen schaffen."